1. Einteilung der höfischen Frauenkleider in Unter-, Ober- und Überkleider
2. Kleiderschnitt der höfischen Frauenkleider im 14. Jahrhundert
3. Kleiderschnitt der höfischen Frauenkleider im 15. Jahrhundert
4. Funktion der höfischen Frauenkleidung im 14. und 15. Jahrhundert
5. Vergleich des Spätmittelalters mit der Gegenwart
1. Einteilung der höfischen Frauenkleider in Unter-, Ober- und Überkleider
Im Spätmittelalter setzte sich ein Frauenkleid aus mehreren Teilen zusammen, die übereinander getragen wurden. Somit kann man die höfischen Frauenkleider in drei
Kategorien Unterkleider, Oberkleider und Überkleider einteilen. Eine diesbezügliche Trennung ist jedoch schwer.
Das charakteristischste Untergewand des 14. und 15. Jahrhunderts war das Hemd. Es wurde sowohl von Frauen als auch von Männern getragen. Dabei passte es sich den jeweiligen Obergewändern an. Ab dem 14. Jahrhundert wurde ein Büstenteil eingearbeitet. Eine Trennung des Hemdes in „oberhemde und niderhemde lässte darauf schließen, dass mehrere H. Ab dem 12. Jahrhundert übereinander getragen“1 wurden.
Der Chainse wurde oft über der Chemise getragen und wurde so zum Hauskleid. Daraus lässt sich schließen, dass die Chemise in der Quelle als „niderhemd“¹ und der Chainse mit dem Namen „oberhemd“¹ bezeichnet wurde.
Die Chemise reichte bei den Damen bis zum Boden. Verziert wurde sie oft mit Stickereien und Borten am Halsausschnitt, an den Ärmeln und am Gewandsaum. Das Gewebe war meistens Leinen, teilweise aber auch Chainsil, Seide oder Zendal (s. Glossar). Zum leichteren Anlegen des Kleides war es entweder auf der Brust oder im Nacken geschlitzt. Dieser Schlitz wurde durch eine Knöpfung oder einen Fürspan (s. Glossar) geschlossen. Der Chainse war ebenfalls mit reichlichen Verzierungen an Halsausschnitt und Ärmel versehen. Das Material war plissiertes (s. Glossar) Leinen in Weiß.
Sobald die Cotte über das Hauskleid gezogen wurde, konnte man es als Ausgehkleid tragen. Sie war ein Oberkleid, das entweder über dem Hemd, oder auf der bloßen Haut getragen werden konnte. Der Schnitt des Schlupfkleides passte sich der jeweiligen Mode an. Ebenso wie die Unterkleider wurde sie stark geschmückt. Außer Haus wurde über der Cotte der Surcot oder der Mantel getragen, die somit als Überkleider definiert werden können. Im Gegensatz zu den eng anliegenden Cotten waren diese Überkleider sehr weit. Der Surcot besaß keine Ärmel, der Ärmelausschnitt war jedoch so weit, dass man durch die so genannten „'Teufelsfenster'“2 die eng anliegende Cotte erkennen konnte. Dieser Ausdruck hatte im Mittelalter den Sinn, das Zeigen des weiblichen Körpers und dessen Reize zu kritisieren.
Weitere Überkleider waren der Schnur-, Tassel- und Nuschenmantel. Der Schnurmantel kam vor allem im 13. und 14. Jahrhundert vor und war ein halbkreisförmiger Umhang. Er wurde mittels Schnürung am Hals befestigt. Der Tassel- und der Nuschenmantel sind Sonderarten des Schnurmantels. Während beim Tasselmantel die Schnürung an zwei scheibenförmigen Tasseln (s. Glossar) befestigt war, geschah dies beim Nuschenmantel mit einer Spange – der Nusche.
2. Kleiderschnitt der höfischen Frauenkleider im 14. Jahrhundert
Im 14. Jahrhundert ging der Trend in der Mode vom französischen Hof aus. Zu dieser Zeit gab es eine Wende im Kleidungsstil. Dies war die Folge aus dem Umbruch in der Gesellschaft. „Das Bürgertum wurde zur tonangebenden Schicht“², infolgedessen sich die alten Wertvorstellungen und somit auch die Schönheitsideale für die Kleidung änderten. Daraufhin gab es einen häufigen Wechsel in den Einzelheiten der Gewänder bezüglich des Schnittes. Daher kann ab dem 14. Jahrhundert von 'Mode' im jetzigen Sinne anstatt von einer sich langsam verändernden Bekleidung gesprochen werden. Die modische Richtung des Hoch- und Spätmittelalters richtete sich nach den Grundsätzen des gotischen Baustils und kann somit mit den Adjektiven schlank, schmal und hoch beschrieben werden.3
Eine Neuerung im 14. Jahrhundert war die Hervorhebung der Taille durch eng anliegende Kleider, die entweder an der Seite oder am Rücken geschnürt wurden. Das Kennzeichen dieser Schnürungen war ein durchgehendes Band, das meistens einen Zick-Zack-Verlauf hatte. Es wurde oftmals sehr einfallsreich verändert. Durch die Straffung dieser Schnur kam es zu einem knappen Sitz des Kleides als auch zu einer Formung des Körpers. Diese engen Kleider konnten nicht mehr über den Kopf gezogen werden. Am Halsausschnitt wurden sie daher geschlitzt und mit einer Knöpfung oder einer Schnürung geschlossen.
Ebenso wurde das Dekolleté nun stärker betont. Dies führte zu Einwendungen der Kirche, wegen der starken Entblößung der Haut. Der Ausschnitt war im 14. Jahrhundert meistens breit und flach. Er wurde durch einen Besatz aus Pelz oder durch eine Borte betont.
Bei den Formen der Ärmel gab es im Spätmittelalter sehr viele verschiedenen Variationen. Allerdings waren davon nur die Oberkleider betroffen, während die Ärmel der Unterkleider meistens lang und weit waren. Die Ärmel wurden nur angenestelt, wodurch sie leicht ausgetauscht werden konnten. Neben der Funktion der Gewandschließung dienen die Nesteln (s. Glossar) jedoch auch als Schmuck. Oftmals wurden zusätzlich lange Prunkärmel befestigt. Wurden die Ärmel ab dem Ellenbogen zum Handgelenk hin erweitert, nannte man sie Tüten-, Trichter- oder Trompetenärmel. Eine weitere Form war der Hängeärmel. Dieser wurde meistens nur am Rücken angenäht und der Länge nach aufgeschlitzt. Somit hängt er „als schmaler Stoffstreifen“4 am Rücken herunter und wurde daher oft auch als „falscher Ärmel“(4) bezeichnet. Er diente jedoch nur zur Zierde. Der Beutelärmel, der sowohl am Armausschnitt, als auch am Handgelenk eng ist, ist im Bereich des Ellenbogens erweitert. Eine Entwicklung des Tütenärmels ist der Flügelärmel. Am Hinterarm hängt er entweder bis zu den Knien, oder bis zur Wade herunter. Diese besonderen Formen sind seit dem 14. Jahrhundert als Wechselärmel überliefert. Ebenso wie der Hängeärmel war der Flügelärmel oft mit einer Zaddelung verbunden. Dabei handelte es sich um Stofflappen, die entweder ausgeschnitten oder auch aufgenäht waren und sehr unterschiedlich geschnitten waren. Im 14. Jahrhundert waren die Zaddeln meistens zungen- oder eichenblattförmig. Die Zaddeln konnten manchmal sogar in sich gezaddelt sein.
Die Schleppe erfährt in dieser Epoche ebenso eine Blütezeit. Diese Überlänge des Gewandes kam am häufigsten an weiblichen Oberkleidern und Ärmeln vor. Sie war zu dieser Zeit ein Zeichen für Rang, Würde und auch Repräsentation aufgrund der benötigten Stoffmenge. „Das 14. und 15. Jahrhundert kann man mit Recht als die Periode der Schleppenmode bezeichnen“5. Die Länge der Schleppe wurde in diesen Jahrhunderten erweitert, sodass sie bis zu „fünf Meter lang auf dem Boden gelegen“6 hat. Der Faltenwurf der Schleppen wurde schon seit dem 13. Jahrhundert nicht mehr dem Zufall überlassen. Dazu wurde das Gewand schon vom Oberkörper aus mit weiteren Stoffbahnen erweitert. Außerdem wurden die Falten an verschiedenen Stellen befestigt. Die Kirche sah in den überlangen Schleppen jedoch den Sitz von Dämonen.
Diese verschiedenen Merkmale der Frauenkleidung im Spätmittelalter veränderten sich im 15. Jahrhundert weiterhin, wobei die bisherige Neigung schmal und hoch mit dem Adjektiv spitz erweitert wurde.
3. Kleiderschnitt der höfischen Frauenkleider im 15. Jahrhundert
Im 15. Jahrhundert ging die Führung in der Mode auf das Herzogtum Burgund über, welches sein Reich durch den Erwerb der Länder zwischen Frankreich und Deutschland innerhalb kurzer Zeit erweitern konnte. Daraufhin wurde die Tendenz „'schlank und spitz'“7 bis zur vollendeten Formung des menschlichen Körpers gesteigert.
Die Körperhaltung der höfischen Frau des 15. Jahrhunderts war sehr wichtig zu dieser Zeit. Sie sollte über die Neigung des Kopfes zu dem nach vorne geschobenen Leib bis hin zur ausschwingenden Schleppe eine S-Linie ergeben, die kennzeichnend für diese Epoche des Spätmittelalters war.
Ein weiteres Obergewand, die Robe, war körpernah geschnitten. Dabei wurde zum ersten Mal die Taillennaht verwendet. Dadurch entstand die Aufgliederung in Mieder und Rock. Der Mieder war ein eng anliegendes Oberteil, das in der höfischen Gesellschaft zumeist aus Baumwollstoff oder Ziegenleder, jedoch ohne versteifende Einlagen, bestand. Der Rock kann somit als 'Unterteil' der Roben angesehen werden, wird jedoch auch als Oberbegriff für das Obergewand verwendet.
Die Falten sowie Blenden der Robe liefen auf die Mitte des Körpers zu, wodurch die schmale Taille zusätzlich hervorgehoben wurde.
Ebenso wie die Taille, die im 15. Jahrhundert direkt unter dem Busen lag, veränderte sich die Schleppe. Sie wurde sichtlich verlängert und auch das Volumen vergrößerte sich. Wie im 14. Jahrhundert war sie auch in dieser Zeit ein Merkmal für den Rang, wobei die Länge der Schleppe kennzeichnend war.
Die Ärmel der Roben waren häufig sehr eng. Bei den Wechselärmeln kam jedoch der Puffärmel („Mahoîtres“8) hinzu. Eine weitere Neuerung war die sogenannte Schlitzkleidung, bei der das Hemd sichtbar wurde. Seine Ärmel waren viel weiter als die der Roben und drangen deshalb durch die – am Ellbogen und an der Schulter – aufgeschlitzte Naht. Diese Schlitzung bestimmter Teile des Gewandes trat jedoch erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in Erscheinung. Teilweise wurden die Schlitze mit einem andersfarbigen Gewebe hinterlegt.
Das Dekolleté veränderte sich ebenfalls im 15. Jahrhundert. So entstand ein Ausschnitt, der sowohl auf dem Rücken als auch auf der Brust spitz zugeschnitten war. Dies wurde „en coeur“9 genannt. Seit dem 15. Jahrhundert gab es drei Kleidungsstücke, die der starken Entblößung der haut entgegenwirkten. Neben dem Hemd handelte es sich zum einen um den Brustlatz und zum anderen um den Goller, der jedoch erst im 3. Viertel des 15. Jahrhunderts aufkam. Der Brustlatz verhüllte die weiten Ausschnitte an der Brustseite und verzierte die Gewänder obendrein. Der Goller war ein Umlegekragen, bedeckte die tiefen Ausschnitte der Damen und wurde von den Behörden zuerst nicht akzeptiert, später jedoch sogar vorgeschrieben. Dabei variiert der Goller vom Umlegekragen der unter den Armen festgebunden war bis zum Jäckchen mit Ärmeln.
Die Houppelande war ebenfalls ein Obergewand, das gegebenenfalls auch über der Cotte getragen wurde. Sie kam vor allem im französischen, englischen und italienischen Bereich vor. Obwohl sie schon seit dem 14. Jahrhundert überliefert war, kam sie jedoch erst im 15. Jahrhundert zu voller Blüte. Ab 1420 wurde die Houppelande als „manteau de chambre“10 bezeichnet. Es handelte sich dabei um ein sehr weites Gewand, das vorne offen war. Es besaß lange Ärmel, die oftmals bis zum Boden reichten. Sie waren meistens als Tüten- oder Hängeärmel ausgebildet. Diese wurden dann zusätzlich gezaddelt. Die Länge der Houppelande an sich variierte jedoch von kurz, bis lang mit Schleppe. Die Taille wurde hierbei durch einen Gürtel betont, der das Kleidungsstück vorne zusammenhielt.
Die Verwendung teurer Stoffe wie z.B. Seide, Samt und Brokat (s. Glossar) war kennzeichnend für diese Obergewand. Dabei bestand die Fütterung aus Pelzen oder anderem kostbarem Material. Sie war meistens in einer Kontrastfarbe zur Außenseite gehalten. Zu sehen war das Futter sowohl am Kragen, als auch an den Gewandsäumen, beim Raffen der Oberkleidung und bei der sogenannten Schlitzkleidung. Verziert wurde die Houppelande mit Stickereien und Appliktionen.
Auf Mäntel ode Umhänge wurde bei den höfischen Damen komplett verzichtet, da der etwas weitere Schnitt der Robe zusätzlich gefüttert werden konnte. Ende des 15. Jahrhunderts (ca. 1480) änderte sich die Form der Damenkleider nochmals. Die enge Kleidung wurde von allen Ständen aufgegeben und durch die aufkommende Schlitzkleidung erhielt die Mode einen „bequemen, repräsentativen Charakter mit Betonung des Horizontalen“11.
Die Entwicklung des höfischen Frauenkleides vom 14. bis zum 15. Jahrhundert war folglich mit einer Steigerung in Bezug auf die Tendenz 'Spitz , hoch, schlank' der Gotik verbunden. Dies war besonders eine Folge des 'Machtwechsels' in der Führung des Mode, welcher Anfang des 15. Jahrhunderts stattfand. Frankreich musste seine Vorbildfunktion an das reiche Burgund abtreten. Von dort ausgehend wurde die Pracht der Damenkleider noch gesteigert.
4. Funktion der höfischen Frauenkleidung im 14. und 15. Jahrhundert
Eine Funktion der höfischen Frauenkleider im Spätmittelalter war besonders die Repräsentation. Sie zeigte den Rang der Person an und symbolisierte ihre Macht. Bei der Frauenkleidung war vor allem die Schleppe kennzeichnend für den Einfluss und das Ansehen. „Agnes Sorel, die Geliebte Karls VII., benutzt sie Schleppe dazu, um sich von ihren Hofdamen abzusetzen, ihre Schleppe musste in jedem Falle die längste sein“12
Des Weiteren signalisierte die Kleidung die Zugehörigkeit zu einer Schicht, was dazu führte, dass der Adel vom Bürgertum oftmals nachgeahmt wurde. Daher wurde in Kleiderordnungen geregelt, wer welche Kleidungsstücke tragen durfte. Da die Bürger sich daran jedoch nicht hielten, setzte sich der Adel durch Veränderungen in der Mode wiederum von den niederen Schichten ab.
Die dritte Funktion von Kleidung war die Vererbung an verwandte. Sie war wertbeständig und inflationsunabhängig und konnte im Notfall leicht in Bargeld umgetauscht werden.
5. Vergleich des Spätmittelalters mit der Gegenwart
Beim Vergleich der Frauenkleider im Spätmittelalter und der Gegenwart fällt auf, dass die Kleider im Spätmittelalter zur Hauptkleidung gehörten. Damals wurden weder Hosen noch Pullover von Frauen getragen. In der Gegenwart werden diese beiden Kleidungsstücke von beiden Geschlechtern gerne getragen. Kleider werden heutzutage von Frauen vor allem bei besonderen Anlässen getragen, wie zum Beispiel bei einem Gang ins Theater, zu einem Geburtstag oder bei einer Hochzeit.
Im Spätmittelalter war die Schleppe ein wichtiges Merkmal in der Frauenkleidung. Heute findet man die Schleppe nur noch an Hochzeitskleidern, die oftmals ebenso wie im 14. und 15. Jahrhundert sehr lang ist.
In der Zeit des Spätmittelalters kam das Dekolleté das erste Mal auf. In der Gegenwart gibt es sehr viele verschiedene Arten von Ausschnitten. Diese variieren zwischen weit und flach beziehungsweise rund, spitz oder eckig. Es gibt heute (im Christentum) keine von der Kirche vorgeschriebenen Kleiderordnungen mehr, die einen zu tiefen Ausschnitt verbieten. Daher werden die Ausschnitte heute in der Regel auch nicht mehr durch ein Unterkleid oder einen Brustlatz verdeckt.
Ebenso wie das Dekolleté variiert auch die Länge der Kleider in der Gegenwart sehr stark. Bei manchen Frauenkleidern wird nur das Gesäß bedeckt, andere reichen jedoch bis über die Knie oder bis zum Boden. Im Spätmittelalter wäre ein Kleid, das nur bis zu den Oberschenkeln oder sogar bis zu den Waden reichte, undenkbar gewesen. Schließlich war in Kleiderordnungen vorgeschrieben, dass die Schuhe der Dame nicht zu sehen sein durften, weshalb die Frauen auch nur kleine Schritte machen konnten. Der Faltenwurf ist in der Gegenwart nicht mehr so wichtig wie im Spätmittelalter. Er kommt zwar noch an Hochzeits- oder Ballkleidern vor, ist jedoch nicht mehr so ausgeprägt wie damals.
Die Frauenkleider waren also vom Spätmittelalter bis heute eine starken Veränderung ausgesetzt, die jedoch im Spätmittelalter, durch das Aufkommen des Dekolletés, schon seinen Anfang nahm. Dieser Anfang wurde schon dadurch gemacht, dass die Menschen sich nicht mehr strikt an die Kleiderordnungen der Kirche hielten.
6. Glossar
- Brokat: „ma., ein gemustertes Gewebe aus Seide, zu dessen Musterbildung als Lancier- und Broschürzuschüsse auch Gold und Silberfäden dienen. Die Bezeichnung B. Ist für das Ma. Untypisch; einer der mhd. Ausdrücke lautet gulden stuckh.“ (Kühnel 1992 S. 38)
- Chainsil: „besonders feines Leinen“ (http://www.monacensis.de/tipps/gewand/Das_Frauengewand/index.php?title=Das_Frauengewand)
- Fürspan: „ringförmiges Schmuckstück des Ma. Mit einer Scharniernadel ohne Nadelrast, das den Hemd- oder Kleiderschlitz am Hals/an der Brust verschließt (...) besonders im 14. und 15. Jahrhundert von großer Typenvielfalt und terminologischer Breite (Kühnel 1992 S. 80 f.)
- Nesteln: „ma. Ausdruck für Schnüre, Riemen oder Bänder. Sie dienen entweder als Verschluß von Gewandschlitzen (...) oder als Verbindung zweier Kleidungsstücke (...). Im Unterschied zur Schnürung sind N. Stets getrennt voneinander in Serie angeordnet.“ (Kühnel 1992 S. 177)
- plissiert: in kleine Fältchen gelegt (DUDEN)
- Samt: „Seidengewebe ohne spezielle Bindung. Sein Kennzeichen sind vielmehr jene Schlingen in Kette oder Schuß, die seinen charakteristischen Flor bilden. Diese Schlingen können entweder belassen oder aufgeschnitten werden (...).“ (Kühnel 1992 S. 215)
© by Anja Lochelfeldt